Epstein-Vertraute Maxwell verweigert Aussage vor US-Repräsentantenhaus

Von | 10. Februar 2026

Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat eine Anhörung im US-Repräsentantenhaus verweigert. Sie bot jedoch an, Präsident Trump zu entlasten, wenn dieser sie begnadige.

Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell hat nach Angaben des Vorsitzenden des zuständigen Ausschusses des US-Repräsentantenhauses, James Comer, vor dem Kongress die Aussage verweigert. Sie habe „wie erwartet“ von ihrem Recht des fünften Zusatzartikels Gebrauch gemacht und keine Fragen beantwortet, sagte der Republikaner nach einer entsprechenden Anhörung.

Der fünfte Zusatzartikel der US-Verfassung sieht unter anderem vor, dass niemand in einem Strafverfahren zur Aussage gegen sich selbst gezwungen werden darf.

Die Sitzung des Ausschusses fand hinter verschlossenen Türen statt. Nach Angaben von Abgeordneten wurde Maxwell kurz per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet, in dem sie eine 20-jährige Haftstrafe absitzt. Sie war 2022 wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zum Zweck der sexuellen Ausbeutung verurteilt worden.

Aussage nur gegen Begnadigung

Comer sagte weiter, Maxwell verweigere „die Beantwortung jeglicher Fragen“. Das sei „sehr enttäuschend“. Die Ausschussmitglieder hätten „viele Fragen zu den von ihr und Epstein begangenen Verbrechen sowie zu möglichen Mitverschwörern“ gehabt.

Maxwell soll jedoch angeboten haben, das Ehepaar Hillary und Bill Clinton sowie US-Präsident Donald Trump mit einer Aussage in der Affäre um den systematischen Missbrauch von Minderjährigen durch Epstein zu entlasten.

Sie sei bereit, zu bekunden, dass sich weder Ex-Präsident Bill Clinton noch Ex-Außenministerin Hillary Clinton oder Präsident Trump in ihrer Beziehung zu Epstein eines Fehlverhaltens schuldig gemacht hätten, erklärte sie nach Angaben sowohl demokratischer als auch republikanischer Abgeordneter. Trump hatte im Oktober gesagt, er prüfe eine mögliche Begnadigung.

Maxwells Anwälte hatten den Kongress aufgefordert, ihr rechtliche Immunität für ihre Aussage zu gewähren, der Kongress wies dies jedoch zurück. „Unter diesen Umständen würde das Verfahren keinen anderen Zweck erfüllen als reines politisches Theater“, kritisierten die Anwälte.

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