Ukraine-Friedensgespräche verschieben sich womöglich

Von | 1. Februar 2026

Die Ukraine und Russland wollten ihre Friedensgespräche heute fortsetzen. Laut Präsident Selenskyj könnten die Verhandlungen aber verschoben werden. Unterdessen verlagert Russland seine Angriffe offenbar auf die ukrainische Verkehrsinfrastruktur.

Eigentlich wollten die Ukraine und Russland heute ihre direkten Verhandlungen über ein Ende des Krieges weiterführen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der Kreml hatten den Termin in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestätigt.

In seiner Videoansprache sagte Selenskyj nun aber, die Ukraine bereite sich auf Gespräche in der kommenden Woche vor. Das könnte bedeuten, dass ein erneutes Treffen verschoben wird. „Wir stehen in ständigem Kontakt mit den USA und warten auf Details zu den bevorstehenden Treffen“, sagte Selenskyj. Anders als vergangene Woche wollten sich die Ukraine und Russland diesmal ohne US-Vertreter treffen.

USA und Russland führen „konstruktives“ Vorgespräch

Zuvor hatte der US-Gesandte Steve Witkoff erneut den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew getroffen. Es sei ein „konstruktives“ Gespräch gewesen, erklärte Witkoff bei X. Es habe gezeigt, „dass Russland sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt“.

Nach Angaben der US-Vermittler sind sich Kiew und Moskau inzwischen in mehreren Punkten einig – aber nicht im Hauptstreitpunkt: Russland fordert einen Rückzug der ukrainischen Truppen aus der – ukrainischen – Region Donezk, was Kiew entschieden ablehnt.

Russische Angriffe verlagern sich

Russland hatte sich auf Bitten von US-Präsident Donald Trump bereiterklärt, wegen der extremen Kälte zunächst von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine abzusehen – laut Kremlsprecher Dmitri Peskow bis zum heutigen Sonntag, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen. Selenskyj erklärte nun, dass sich die russischen Angriffe stattdessen auf die Verkehrsinfrastruktur verlagert hätten. „Es ist offensichtlich, dass die Russen unsere Städte voneinander abschneiden wollen“, sagte er.

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