Wintersturm in den USA: Eine Million Haushalte ohne Strom

Von | 26. Januar 2026

Der heftige Wintersturm in den USA betrifft mittlerweile 190 Millionen Bewohner. In mindestens 20 Bundesstaaten gilt der Notstand. Bei mehr als einer Million Kunden kam es zu Stromausfällen. Mehr als 11.000 Flüge wurden gestrichen.

Die Auswirkungen des Wintersturms in den USA werden immer heftiger. Bei mehr als einer Million Kunden kommt es zu Stromausfällen. Das zeigt die Übersichtsseite poweroutage.us, die Daten von Energieversorgern zusammenträgt. Im Bundesstaat Tennessee waren es mehr als 330.000 Haushalte, in Mississippi mehr als 170.000, in Louisiana mehr als 140.000 und in Texas mehr als 90.000. Laut Stromversorger können die Stromausfälle aufgrund der „katastrophalen“ Schäden Wochen andauern.

In Nashville und Umgebung wurden Eisschichten von mindestens einem Zentimeter Dicke gemeldet, Eiszapfen hingen von Strommästen. Unter deren Last brachen Äste ab, die auf Monteure stürzten.

In mindestens 20 Bundesstaaten riefen die Behörden inzwischen den Notstand aus. Laut der Website flightaware.com wurden am Sonntag rund 11.000 Flüge gestrichen und mehr als 12.000 starteten verspätet. Zu den größten betroffenen Drehkreuzen gehörten Philadelphia, Washington und New York.

Die NBA sagte zwei für Sonntag geplante Basketball-Partien ab. Betroffen war das Heimspiel der Memphis Grizzlies gegen die Denver Nuggets und das Duell der Milwaukee Bucks mit den Dallas Mavericks.

Wintersturm in den USA

Die verschneiten Staaten von Amerika

Blick auf das US-Kapitol in Washington, D.C. im Schneefall.

Blick auf das verschneite US-Kapitol in Washington. Ein massiver Wintersturm zieht über die USA – Auswirkungen sind von New Mexico bis North Carolina zu spüren.

Eine Familie spaziert im Schnee in Washington, D.C.

Durch das Winterwetter sind Hunderttausende Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben. Doch nicht alle leiden unter dem Wetter: Diese Familie nutzt es für einen Schneespaziergang in der Nähe der National Mall in Washington.

Ein Mann zieht in New York City ein Kind auf einem Schlitten.

Auch New York ist fest in der Hand des Winters: Dieser Mann zieht in der Nähe der Manhattan Bridge sein Kind auf einem Schlitten durch den Schnee.

Ein Schneepflug räumt eine schneebedeckte Straße im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

Ein Schneepflug räumt eine schneebedeckte Straße im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Bis zu minus zwölf Grad werden in der Millionenmetropole gemessen. Die Schulen der Stadt sollen am Montag geschlossen bleiben.

Menschen gehen durch eine verschneite Straße in New York, im Hintergrund ist die Manhattan Bridge zwischen zwei Backsteingebäuden zu sehen.

Menschen spazieren bei Schneefall durch Brooklyn. Die Straßen in New York sind wegen des Wetters meist leer. In allen Teilen der Stadt gibt es laut Medienberichten Anlaufstellen für kältegeplagte Menschen.

Eine Person schiebt bei starkem Schneefall ein Fahrrad über eine verschneite Straße.

Auf zwei Rädern geht gerade nicht viel: Bei starkem Schneefall schiebt eine Person in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania ein Fahrrad über eine verschneite Straße.

Minus 45 Grad Celsius erwartet

Zwei Menschen in der Region Caddo Parish im Bundesstaat Louisiana starben an Unterkühlung, wie die zuständige Gesundheitsbehörde mitteilte.

Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. In nördlichen Bundesstaaten wurde vor lebensbedrohlicher Kälte von bis zu Minus 45 Grad Celsius auch in den kommenden Tagen gewarnt. Auch Schnee und Schneeregen sollen bis weit in die kommende Woche anhalten. Der NWS warnte vor erheblichen Einschränkungen durch glatte Wege und Straßen sowie großen Schäden an Bäumen.

In der US-Hauptstadt Washington war auf dem sonst viel befahrenen Highway nichts los. Auch die Straßen in der Stadt waren leer. Die Einwohner der Hauptstadt wurden aufgerufen, Taschenlampen bereitzulegen und ihre Handys vorsorglich aufzuladen. Die Büros der Bundesbehörden sollen am Montag geschlossen bleiben.

Auch Schulen in vielen Großstädten der USA haben den Unterricht abgesagt oder auf Fernunterricht umgestellt, etwa in New York City, Philadelphia, Boston und Houston, wie der Sender CNN berichtete.

Verformter Polarwirbel gilt als Auslöser

Der Sturm bewegte sich am Sonntag vom Süden in den Nordosten der USA. Bundesstaaten von Texas über North Carolina sowie die Ostküstenstädte Washington und New York waren betroffen. Die Meteorologen gehen davon aus, dass mindestens 160 Millionen Menschen im ganzen Land von dem Sturm betroffen sein werden.

Die extreme Wetterlage wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert