Glatteis führt zu Einschränkungen in ganz Deutschland

Von | 13. Januar 2026

Tief „Gunda“ sorgt weiter für gefährliche Straßenverhältnisse in Deutschland. Bahn- und Flugverbindungen sind bundesweit eingeschränkt. In einigen Regionen soll die Glätte noch bis Dienstag anhalten.

Die Wetterlage bleibt angespannt: In weiten Teilen Deutschlands machen winterliche Straßenbedingungen den Menschen zu schaffen. Glatteis führte zu Verkehrsunfällen und erheblichen Behinderungen.

In Nordrhein-Westfalen gab es mehrere Unfälle – unter anderem auf der Autobahn 46 im Bereich Hemer in beiden Fahrtrichtungen. Der WDR berichtete, dass drei Menschen leicht verletzt wurden. Die Autobahn war anschließend stundenlang gesperrt. In Hessen stockte der Verkehr unter anderem rund um Kassel. Es gab auch einige Unfälle und dadurch Staus. Allein auf der A7 zwischen Henstedt-Ulzburg und Hamburg ereigneten sich mehr als zehn Unfälle, teilte die Polizei dem NDR zufolge mit. Die Feuerwehr berichtete von einer Massenkarambolage mit acht beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden vier Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Zwischenfälle gab es auch auf der A2, der A210 und der A25.

Auch auf der A6 bei Nürnberg ist es zu mehreren, teils schweren Unfällen gekommen. Ein Mensch kam dabei ums Leben, teilte die Polizei dem BR zufolge mit. Die Fahrbahn in dem Bereich war demnach spiegelglatt.

13 Verletzte und größere Schäden gab es bei einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels in Oberfranken. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Teils Glatteisgefahr bis Dienstag

In Teilen Deutschlands gilt noch immer eine Unwetterwarnung für Glatteis. Die Gefahr klingt im Westen Deutschlands ab. Für weite Teile Ostdeutschlands gilt jedoch weiterhin die zweithöchste Unwetterwarnstufe vor Glatteis. Sie betrifft vor allem den Südosten Bayerns und den Nordosten von Mecklenburg bis Brandenburg und kann bis Dienstagvormittag andauern.

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In Brandenburg steht es Eltern am Dienstag frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken. In anderen Bundesländern war der Schulunterricht bereits am Montag eingeschränkt. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen fiel der Präsenzunterricht aus. Auch in Hessen, Bayern und weiteren Bundesländern wurde der reguläre Unterricht an vielen Schulen abgesagt.

Ausfälle an Flughäfen

An mehreren Airports in Deutschland kam es zu Ausfällen. In Frankfurt wurden rund 100 Flüge gestrichen. Auch am Flughafen München wurden Verbindungen gestrichen. Der BR berichtete von 19 von insgesamt 736 Starts und Landungen, die annulliert wurden. In Nürnberg wurden am Morgen demnach vier Flugverbindungen gestrichen.

Beeinträchtigungen bei der Bahn

Die Deutsche Bahn reduzierte auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt am Main wegen Glatteis die Geschwindigkeit. Der Konzern warnte Reisende zudem, dass es zu Verspätungen und kurzfristigen Ausfällen kommen könne. Auch im Nahverkehr kam es zum Teil zu Einschränkungen – unter anderem in Schleswig-Holstein, Hamburg, Hessen und Sachsen-Anhalt. In Sachsen entgleiste eine Regionalbahn – es gab keine Verletzten, berichtete der MDR.

Ein dänischer Zug von Hamburg nach Kopenhagen wurde wegen eines technischen Defekts evakuiert. 116 Passagiere mussten am Nachmittag zwischen Flensburg und Harrislee in einen anderen Zug wechseln, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Zugverkehr kam vorübergehend zum Erliegen in Richtung Dänemark. Feuerwehrleute hätten den Reisenden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit Behelfstreppen beim Umstieg geholfen, hieß es.

Verantwortlich für die Glätte ist Tief „Gunda“. Der Regen wird mancherorts zu einer spiegelglatten Oberfläche auf den noch gefrorenen Böden. Die Glatteisgefahr soll mancherorts noch bis Dienstag anhalten. Danach entspannt sich die Lage allmählich.

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